Industriekultur - Schiffe Alsterdampfer „St. Georg“, Hamburg

Von 1876 bis 1939 fuhr die „St. Georg“ im Liniendienst auf der Alster. Dann verschlug es sie nach Berlin. 1994 kehrte sie als echter Alsterdampfer wieder nach Hamburg zurück.

1 / 1

Tage der Industriekultur 2019, Programm, Festival, Häfen, Wasser, Elbe, Schiffe, Kanäle, Schleusen, Fabriken, Museen, Technikgeschichte, Metropolregion Hamburg, Tourismus

Für 1861 hob Hamburg die Torsperre auf – seitdem breitete sich die Stadt auf beiden Seiten der Alster aus. Damit entwickelte sich ein rasant steigendes Verkehrsbedürfnis. Außer den Pferdebahnen dienten drei Dutzend im Linienverkehr fahrende Alsterdampfer dem Nahverkehr. Aus dieser Zeit stammt die 1876 von der Reiherstiegwerft in Hamburg für die Alsterreederei von Heinrich Eduard Justus gebaute „Falke“, seit 1936 „St. Georg“ genannt. 1887 führte Otto Wichmann die Reederei mit den Vereinigten Alsterschiffern zusammen. 1919 übernahm die Hamburger Hochbahn AG die Alsterflotte.

Unterdessen hatte die Alsterschifffahrt mit der 1912 eröffneten U-Bahn starke Konkurrenz bekommen. Der Betrieb wurde deshalb stark rationalisiert und touristisch ausgerichtet. Dazu gehörte der Umbau zum Glattdecker: Dafür wurden der Rumpf der „St. Georg“ verlängert und die Salons auf das Hauptdeck verlegt. Das vorher über der Maschine in der Mitte liegende Ruderhaus lag nun vorn. Über Umwege geriet das Schiff 1950 nach West-Berlin und fuhr als Motorschiff auf der Havel. 1988 holte es der Verein Alsterdampfschiffahrt zurück und ließ es mit einer alten Dampfmaschine wieder aufbauen.

 

Ort:
Anleger Jungfernstieg, 20354 Hamburg

Informationen:
www.alsterdampfer.de

Kontakt:
Verein Alsterdampfschiffahrt e.V.
Vorsitzender Matthias Kruse
Arnold-Heise-Straße 26
20249 Hamburg
Tel. 0 40 / 7 92 25 99
E-Mail: kontakt@alsterdampfer.de

Kurzprofil:
Typ: Alsterdampfer
Baujahr: 1876, 1911 (Umbau zum Glattdecker) 1993/94 (Wiederaufbau)
Werft: Reiherstiegwerft (Hamburg), Wiederaufbau: Schiffswerft Laubegast (Dresden)
Länge: 20,80 Meter

Zum Programm