Industriekultur - Schiffe Bereisungsdampfer „Schaarhörn“, Hamburg

Der Dampfer „Schaarhörn“ fällt mit seiner eleganten Silhouette auf. Denn der Hamburgische Senat wollte das Peilschiff auch für die Repräsentation nutzen.

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Mit seiner eleganten Yacht-Silhouette unterscheidet sich der Dampfer „Schaarhörn“ deutlich von anderen Arbeitsschiffen. Auch die gediegene Einrichtung und die technische Ausstattung des Zwei-Schrauben-Schiffes lassen erahnen, dass hier kein normaler „Peil- und Bereisungsdampfer“ gebaut wurde. Einen solchen hatte die Hamburger Wasserbaudirektion 1907 in Auftrag gegeben. 1908 lief die „Schaarhörn“ auf der Schiffswerft & Maschinenfabrik AG, vormals Janssen & Schmilinsky in Hamburg-Steinwerder vom Stapel. Doch die Bürgerschaft kam dahinter, dass die „Schaarhörn“ wohl auch der Repräsentation des Senates dienen sollte und tadelte die Direktion. Die verlegte ihr Traumschiff daraufhin nach Cuxhaven.

Fortan arbeitete die „Schaarhörn“ in der Elbmündung als Peilschiff, in den Weltkriegen auch als Minensucher. 1973 wurde sie in das schottische Buckie verkauft, in das nordenglische Maryport weitergereicht, wo das nicht mehr seetüchtige Schiff 1987 wiederentdeckt wurde. 1990 wurde die „Schaarhörn“ wieder nach Hamburg geholt und bei dem Beschäftigungsträger „Jugend in Arbeit“ restauriert. Seit 1995 unternimmt sie Gästefahrten bis in die Nord- und Ostsee, kann im Winter im Sandtorhafen besichtigt werden.

Ort: im Sommer: Hansahafen, Bremer Kai, 20457 Hamburg, im Winter: Traditionsschiffhafen, Hafen-City, Am Sandtorkai, 20457 Hamburg

Informationen:
www.schaarhoern.de
www.stiftung-hamburg-maritim.de

Kontakt:
Stiftung Hamburg Maritim
Australiastraße, Schuppen 52a
20457 Hamburg
Tel. 0 40 / 78 08 17 05
E-Mail: info@stiftung-hamburg-maritim.de

Kurzprofil:

Typ: Peil- und Bereisungsschiff
Baujahr: 1908
Werft: Schiffswerft & Maschinenfabrik AG, vormals Janssen & Schmilinsky
Länge: 41,66 Meter

Antrieb: zwei Dampfmaschinen, Leistung je 412 PS

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