Industriekultur - Schiffe Küstenmotorschiff „Greundiek“, Stade

Die Rickmers-Werft in Bremerhaven hat das Küstenmotorschiff „Greundiek“ 1949/50 gebaut. 1994 als Museumsschiff übernommen, ist der kleine Frachter seit 2001 wieder in Fahrt.

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Die in Stade beheimatete „Greundiek“ ist ein typisches Küstenmotorschiff (Kümo) der Nachkriegszeit. Und es ist eines der ersten zivilen vollständig geschweißten Schiffe in Deutschland. 1949/50 war das Frachtschiff auf der Rickmers-Werft in Bremerhaven für den Reeder Hermann Behrens (Estebrügge) als „Hans-Hermann“ gebaut worden, transportierte vor allem Holz aus Skandinavien und Kohle aus England nach Deutschland, seit 1972 sogar Container, fuhr bis nach Spanien.

Moderne Containerschiffe verdrängten den Veteran. Deshalb verkaufte Kapitän Henry Dölling (Assel, Eigner seit 1965) 1986 schweren Herzens sein Schiff, hatte aber Glück: Der nach seiner Frau „Rita Dölling“ genannte Kümo wurde als „Greundiek“ Ausbildungsschiff der Seefahrtsschule Grünendeich in der Lühe. Doch die Ausbildung wurde verlegt, das schon leckgeschlagene Kümo stand vor dem Aus, bevor der Verein „Alter Hafen Stade e.V.“ es 1994 als Museumsschiff übernahm. Es wurde saniert und ist seit 2001 wieder in Fahrt, dient außerdem als Veranstaltungsort. Schon 1952 auf der Beckmann-Werft in Cuxhaven um 8,25 Meter auf 46,55 Meter verlängert, vermittelt das weitgehend original erhaltene Schiff lebendig ein Stück Küstenschifffahrt.

Ort:

Stadthafen, Hansestraße, 21860 Stade

Informationen / Kontakt:

www.greundiek.de

Stade-Tourismus, 0 41 41 / 8 39 32

Kurzprofil:

Typ: Frachtmotorschiff

Baujahre: 1949/50

Werft: Rickmers, Bremerhaven

Länge: 46,55 Meter

Antrieb: Dieselmotor von Deutz mit 250 PS