Industriekultur - Schiffe Ewer „Gloria“, Elmshorn

Die „Gloria“ ist mit ihrer kurzen Form typisch für die Ewer auf der Lühe im Alten Land: Damit konnten sie im schmalen Oberlauf des Flusses noch gedreht werden.

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In den 1930er-Jahren waren etwa 1.000 dieser Fahrzeuge in der Region unterwegs. 1898 hatte die Werft D.W. Kremer in Elmshorn den Ewer „Gloria“ gebaut. Charakteristisch für diese kleinen Segelschiffe in Knickspantbauweise ist der flache Kiel und der geringe Tiefgang. Als Giekewer hat die „Gloria“ nur einen Mast. Bis 1926 gehörte sie Johannes Pickenpack aus Neuenkirchen im Alten Land mit Heimathafen Lühe. Vom Alten Land aus transportierten die Segler vielerlei – vom Mist über Ziegel und Lebensmittel bis zu lebendem Vieh – in die Städte.

Die Lühe-Ewer waren relativ kurz, damit sie in dem schmalen Oberlauf des Flusses drehen konnten. Im Vergleich zu anderen Ewern, die schmale Schleusen passieren mussten, konnten sie aber breiter sein. Die etwa 15 Meter lange und fünf Meter breite „Gloria“ markiert mit ihrem Stahlrumpf den wichtigen Übergang vom Holz- zum Stahlschiffbau. Schon seit 1928 diente es aber ohne Segel nur noch als Motorschute. Von 2001 bis 2008 wurde es auf der Museumswerft in Elmshorn wieder aufgebaut. Seitdem fährt es als Traditionsschiff von Elmshorn an der Krückau aus bis in die Nord- und Ostsee.

Ort: Nordufer, 25335 Elmshorn

Kontakt:
Geschäftsstelle Ewer „Gloria“ e.V.
Hollandweg 54
25421 Pinneberg
Tel. 0 41 01 / 60 64 27

Informationen:
www.ewer-gloria.de

Kurzprofil:
Typ: Frachtsegelschiff, Ewer mit einem Mast, Gaffelsegel
Baujahr: 1898
Werft: D.W. Kremer, Elmshorn
Länge: 15,56 Meter

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