Industriekultur - Schiffe Ewer „Wilhelmine von Stade“

Schon 1928 verlor der Ewer seine Masten und fuhr als motorisiertes Binnenschiff. Seit 1982 wurde es wieder aufgebaut und dient seitdem als museal betriebenes Jugendschiff.

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Heute segeln Jugendliche mit dem Ewer „Wilhelmine von Stade“ bis nach Schweden oder bis in die Niederlande. An Bord lernen die jungen Menschen Seemannschaft und Navigation, vor allem aber Teamgeist kennen. Dabei hatte die „Wilhelmine“ 1976 eigentlich ausgedient. Mehrfach wechselte sie den Besitzer, ehe die Stadt Stade das heruntergekommene Schiff übernahm. Von 1982 bis 1985 bauten Schüler einer Arbeitsgemeinschaft der Hauptschule am Hohenwedel es wieder auf. Seitdem dient der über alles 25 Meter lange Besanewer (mit zwei Masten) in Stade als museal betriebenes Jugendschiff.

Der Schiffer Hermann Haack aus Krautsand hatte den Ewer 1912 auf der J. Jacobs Werft in Moorrege an der Pinnau bauen lassen. Von der Elbinsel Krautsand im Land Kehdingen aus setzte er es als Frachtschiff vor allem auf der Elbe und ihren Nebenflüssen ein, transportierte vielfach Ziegelsteine. Denn im Regierungsbezirk Stade gab es einst etwa 300 Ziegeleien, deren Produkte in die Städte der Region verkauft wurden. Schon 1928 verlor der Ewer seine Masten und die Besegelung. Er fuhr seitdem als motorisiertes Binnenschiff. 1946 übernahm Hermanns Sohn Klaus Haack das Schiff, ließ es noch zweimal umbauen, ehe er damit 1976 die Berufsschifffahrt aufgab.

Ort: Stadthafen, Hansestraße, 21682 Stade

Informationen:

www.wilhelmine-von-stade.de

Kontakt:

Gemeinnütziger Verein zur Pflege alter Seemannschaft

„Wilhelmine von Stade“ e.V.

Postfach 1409

21654 Stade

E-Mail: info@wilhelmine-von-stade.de

Kurzprofil:

Typ: Frachtsegelschiff, Ewer mit zwei Masten, Gaffelsegel

Baujahr: 1912

Werft: J. Jacobs, Moorrege

Länge: 25 Meter