Anträge und Richtlinien Förderfonds der Metropolregion Hamburg

Die Förderfonds der Metropolregion Hamburg sind das wichtigste Finanzierungsinstrument der regionalen Zusammenarbeit in der Metropolregion. Sie sind vor 50 Jahren gegründet und durch einen Staatsvertrag zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein fortgeschrieben worden. In festgelegten thematischen Schwerpunkten eröffnen sie Möglichkeiten für Kooperationsprojekte zwischen Städten, Gemeinden und Landkreisen, aber auch mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft. Dafür stehen insgesamt 2,7 Millionen Euro zur Verfügung.

Förderfonds Metropolregion Hamburg

Die Metropolregion Hamburg fördert seit mehr als 50 Jahren Projekte, Studien und Konzepte, die einen Beitrag zur Entwicklung der Region leisten. Das geht von Projekten im Bereich von Tourismus und Naherholung über P+R-Anlagen an Pendlerbahnhöfen bis hin zu Studien und Konzepten für neue Besucherattraktionen oder Wirtschafts- und Infrastrukturprojekte. Gefördert wird in den Themenfeldern „Partnerschaft von Land und Stadt“, „Dynamischer Wirtschaftsraum“, „Grüne Metropolregion“ und „Infrastruktur und Mobilität“.

Die Regelungen wurden Anfang 2013 überarbeitet. Anlass war die Erweiterung der Metropolregion im Jahr 2012: Neben den Städten Lübeck und Neumünster und dem Kreis Ostholstein gehören jetzt auch die Nachbarlandkreise aus Mecklenburg-Vorpommern zur der regionalen Kooperation. Gemeinsam wurde ein dritter Förderfonds geschaffen. Der Förderfonds Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern eröffnet den Kommunen in den Landkreisen Nordwestmecklenburg und Parchim (für den Bereich des Altlandkreises Ludwigslust) eine neue Fördermöglichkeit. Schon seit Jahrzehnten existieren solche Förderfonds zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg sowie zwischen Niedersachsen und Hamburg.  

Die Kommunen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen haben schon lange Zugriff auf die Fördertöpfe der Region – zahlreiche Informationsschilder an Besucherattraktionen und Wanderwegen in der Region zeugen hiervon. Neu ist aber, dass künftig auch private Kooperationspartner eingebunden werden können, was den Städten und Gemeinden die Projektfinanzierung erleichtern kann. Daneben wurde das Verfahren vereinfacht: Für kommunenübergreifende Projekte in mehreren Bundesländern wird es künftig im Antragsverfahren nur noch einen Ansprechpartner in Lüneburg, Schwerin oder Kiel geben.