Industriekultur - Bewässerungsanlagen Ludwigsluster Kanal

Die Wasserspiele am Schloss Ludwigslust beeindrucken seit mehr als 200 Jahren. Der Rohstoff dafür erreicht die Stadt über den Ludwigsluster Kanal.

1 / 1

Tage der Industriekultur 2013, Programm, Festival, Häfen, Wasser, Elbe, Schiffe, Kanäle, Schleusen, Fabriken, Museen, Technikgeschichte, Metropolregion Hamburg, Tourismus

Die Wasserspiele am Schloss der mecklenburgischen Herzöge in Ludwigslust beeindrucken die Besucher seit mehr als 200 Jahren. Doch das Wasser für die barocken Spielereien muss herangeschafft werden. Es erreicht die Stadt über den von 1756 bis 1760 erbauten Ludwigsluster Kanal. Mit seiner Länge von etwa 28 Kilometern und seinem relativ breiten Profil ist er im 18. Jahrhundert eine bemerkenswerte wasserbauliche Leistung gewesen. Das reizvoll in der Stadt und im Schlosspark gelegene Fließgewässer ist nicht nur hübsch anzusehen: Es diente auch der Holztrift und wird unverändert für die Entwässerung genutzt. Vermutlich entnahmen die Bürger einst auch Brauchwasser aus dem Kanal.

Das Kanalwasser kommt vom Störkanal in der Lewitz und fließt über die Rögnitz in die Sude ab. Die Wasserbauer nutzen geschickt natürliche und künstlich angelegte Gefälle in der Landschaft, um es in Bewegung zu halten. Denn der Höhenunterschied beträgt insgesamt nur 15 Meter. So können die Wasserspiele am Schloss ohne Pumpen betrieben werden. Wahrzeichen der Anlage sind die Kasakade auf dem Schlossplatz, die 1780 über dem Kanal erbaute Schlossbrücke sowie die ebenso alte Steinerne Brücke im Park.

Ort: Zwischen dem Störkanal in der Lewitz bei Tuckhude (19306 Neustadt-Glewe) und der Rögnitz bei Menkendorf (19294 Grebs-Niendorf)

Kontakt:

Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern

Verwaltung der Schlösser und Gärten

Werderstraße 4
19055 Schwerin

Tel. 03 85 / 5 09 – 0

Kurzprofil:

Typ: Kanal
Baujahr: 1760
Länge: 28 Kilometer
Nutzung: Speisung der Wasserspiele, Holztrift, Entwässerung