Industriekultur - Kraftwerke Wasserkraftwerk Farchau

Das größte Wasserkraftwerk Schleswig-Holsteins steht versteckt bei Ratzeburg im Wald.

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Schon seit 1925 liefert die Anlage in Farchau Strom in das öffentliche Netz – und das ohne nennenswerte Störung. Die Energie dafür kommt aus dem Schaalsee. Sein Wasser lief einst die Schaale hinab nach Süden in die Elbe, seit 1925 wird es über den sechs Kilometer langen Schaalseekanal nach Norden geleitet. Vor dem Küchensee endet der Kanal etwa 30 Meter über dem Kraftwerk. Das angestaute Wasser treibt hier über ein Druckrohr zwei Turbinensätze an. Allein der 1982 aufgestellte Maschinensatz hat eine Leistung von 1,6 Megawatt. Damit werden durchschnittlich etwa 1,3 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt.

Der für das Kraftwerk erbaute Schaalseekanal diente sogar der Schifffahrt. Dafür hatten die Lauenburgischen Landeskraftwerke AG 1926 in Schmilau einen kleinen Hafen mit Wendebecken und eine Station für die Ratzeburger Kleinbahn AG anlegen lassen. Motorboote mit Fahrgästen verkehrten von hier bis in das mecklenburgische Zarrentin. Und mit einer Lastschute wurden landwirtschaftliche Güter aus dem Raum Lassahn abtransportiert. Doch schon 1934 wurde dieser Betrieb eingestellt.

Adresse des Objekts:
Farchauer Mühle / Am Kanal
23909 Schmilau-Farchau

Kontakt:
Hanse-Werk Natur GmbH
Am Radeland 25
21079 Hamburg
E-Mail: info@hansewerk-natur.com

Kurzprofil:
Typ: Wasserkraftwerk mit Francisturbinen
Baujahr: 1925 (1982 umgebaut)
Leistung: zwei Maschinensätze mit je 0,5 Megawatt, nach dem Umbau: Maschinensätze mit 0,5 und 1,6 Megawatt