Raumentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahlen in der Metropolregion Hamburg

Zum Themenfeld Demographie bietet die Raumstrukturkarte Themenkarten zu drei Bereichen an: Die absoluten Einwohnerzahlen aller (Land-) Kreise und Gemeinden werden für die Jahre 1990, 2000 und 2010 dargestellt. 

Drei Demographie-Themenkarten bietet die Raumstrukturkarte an

Die höchsten Einwohnerzahlen werden in Hamburg und im Kern der Region erreicht. Darüber hinaus weisen die Ober- und Mittelzentren die höchsten Einwohnerzahlen auf. Das Bild einer polyzentralen Siedlungsstruktur in der Region wird erkennbar. Die unterschiedliche Größe der Gemeindegebiete etwa in Niedersachsen und Schleswig-Holstein verstärkt den Eindruck, dass im Kartenbild die kräftiger grün gefärbten Bereiche in Schleswig-Holstein kleiner sind und sich stärker auf den Siedlungsachsen nördlich Hamburgs ergeben. Über die verschiedenen Jahresschnitte ergeben sich keine wesentlichen Veränderungen, abgesehen vielleicht von der weiteren Einwohnerzunahme in den Hamburger Bezirken. 

Die Einwohnerentwicklung nach Gemeinden wird auf der Basis der Veränderung der absoluten Bevölkerungszahlen für die Zeiträume 1990  bis 2000 und 2000 bis 2010 erfasst. 

Hier sind sehr deutliche Veränderungen erkennbar: Abgesehen von zwei Hamburger Bezirken ist das Bevölkerungswachstum im Kernraum der Metropolregion besonders stark und über die betrachteten 20 Jahre stabil. Dies betrifft auch die weiter von Hamburg entfernt liegenden zentralen Orte wie die Hansestädte Stade und Lüneburg, aber auch Zeven oder Bad Oldesloe oder die Kommunen entlang der A 7 in Schleswig-Holstein. Die genannten Orte profitieren entweder von der Nähe zu Hamburg oder verfügen durch bestimmte Funktionen über eine eigenständige Anziehungskraft für Teilbereiche der Metropolregion (z. B. Kreissitz, attraktive Arbeitsstätten, Bildungsinfrastruktur, Erreichbarkeit). Zu den Bereichen mit z. T. deutlichen Einwohnerverlusten innerhalb der MRH gehören die eher stadtfernen und peripheren Gebiete etwa an der Elbmündung (z. B. in den Kreisen Stade und Cuxhaven) oder in Westmecklenburg (z. B. Landkreis Ludwigslust-Parchim). Hinzukommen die beiden Oberzentren Hansestadt Lübeck und Neumünster, die – auch zu Gunsten ihres suburbanen Umlandes – an Bevölkerung verlieren. Vergleicht man die beiden Zeitabschnitte miteinander, so wird deutlich, dass mittlerweile große Teile der Metropolregion von deutlichen Einwohnerverlusten gekennzeichnet sind.