Raumentwicklung Raumstrukturkarte für die Metropolregion Hamburg

Die Raumstrukturkarte bietet erstmalig einen umfassenden Einblick in räumliche Strukturen der Metropolregion Hamburg. Sie bietet Informationen zu ausgewählten Fragestellungen der räumlichen, verkehrlichen und sozialen Entwicklung. Der erreichte Stand ist ein Zwischenstand auf dem Weg zu einem visuellen Zukunftsbild der Metropolregion Hamburg.

Screenshot Raumstrukturkarte

Raumstrukturkarte

2010 beschloss die Metropolregion Hamburg, wesentliche Strukturen für das Gebiet der Metropolregion Hamburg kartografisch aufzubereiten, mit dem Geoportal zu verknüpfen und daraus – stets mit den Trägern der Metropolregion rückgekoppelt – ein Bild der Region zu entwickeln, das - rückblickend - die wesentlichen Trends der Raumentwicklung aufzeigt. Die Raumstrukturkarte bietet dazu den Entwicklungsstand zu bestimmten Zeitpunkten (1990, 2000 und 2010) und verdeutlicht so langfristige Entwicklungstrends. Es bestand nicht der Anspruch, ein fortlaufend aktualisiertes Bild der Region im Sinn eines Monitorings zu erstellen. Selbstverständlich handelt es sich dabei um ein informelles Werk im Sinne der Kooperation in der Metropolregion Hamburg, ohne Bindung etwa gegenüber der kommunalen Ebene.

Mit maßgeblicher Unterstützung des Hamburger Landesbetriebes Geoinformation und Vermessung (LGV) wurde im Februar 2013 einen ersten Entwurf der Raumstrukturkarte vorgelegt.

In den folgenden Texten auf dieser Webseite werden für einen kleinen Teil der bisher erarbeiteten Fachthemen des Gesamtwerkes beispielhafte Erläuterungen angeboten, um die Raumstrukturkarte zu erklären und zu bewerben.

Vorausgeschickt sei der Hinweis, dass durch die sehr unterschiedlichen Verwaltungsstrukturen mit kleinen Gemeinden in Schleswig-Holstein und relativ flächengroßen Verwaltungseinheiten in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern die Darstellung der Ergebnisse im Kartenbild zum Teil recht grob erscheint und die im Hintergrund liegende Besiedlungsstruktur nur unzureichend widerspiegelt. Da die Darstellungen auf Gemeindeebene erfolgen, ist dieser Umstand zu berücksichtigen.

Technische Umsetzung

Die Darstellungen der Raumstrukturkarte nutzen ausschließlich öffentlich zur Verfügung stehende Datenbestände. Diese wurden in der Regel für die Zeitabschnitte 1990, 2000 und 2010 aufbereitet. Datenquellen waren im wesentlichen die Statistischen Ämter der Länder und des Bundes.

Der Nutzer kann sich dabei mit der Boden- und Landnutzung und deren Veränderungen sowie ausgewählten Fachthemen auf Basis der Gemeinden auseinandersetzen. Diese Informationen nutzen CORINE Land Cover Daten1 der Europäischen Union und werden im BasisAtlas abgebildet. Als Grundlage dienen Satellitendaten im Erfassungsmaßstab 1:100.000. Mit dieser Kartierung lassen sich vergleichbare Aussagen auf einer gemeinsamen Datenbasis für das Gebiet der EU treffen. Die Mindestgröße zur Erfassung von Neuflächen beträgt dabei 25 ha, bei Flächenveränderungen 5 ha. Eine Aktualisierung der Daten läuft seit 2007.

Für die Fachthemen wurde die Gebietseinteilung aus dem Jahr 2010 aufbereitet. Dabei wurden umfangreiche Änderungen der Gemeindestrukturen in diesem Zusammenhang berücksichtigt.

Der fehlenden Standard zur Bereitstellung statistischer Daten hat die Abbildung von Informationen erschwert. Ferner sind die zeitlichen Schnitte länderübergreifend nicht immer einheitlich verfügbar. Abschließend lässt sich erkennen, dass es noch schwierig ist, einen kartografischen Rückblick auf ein länderübergreifendes Gebiet zu erstellen. Die Archivierung und die Harmonisierung von Datenbeständen wurde in den ersten Jahren der Digitalisierung noch wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Durch das zunehmende Interesse an solchen Informationen für die Wirtschaft, Verwaltung und Planung wird sich dies ändern.  

Fortsetzung / Nachfolge

Im Jahr 2017 wurden der an der Raumstrukturkarte arbeitenden Gruppe deutlich, dass eine Weiterentwicklung der Raumstrukturkarte hin zu einer/m (in die Zukunft schauenden) Chancenkarte / Raumbild sinnvoller sei, als eine unveränderte Fortführung des Projektes. Ausschlaggebend waren der unter anderem der Umstand, dass vielen der Daten entweder auch im Statistikportal (Bauintensität, Einwohner) der Metropolregion oder direkt im Geoportal (B-Pläne, RROP, Schutzgebiete) erfasst werden. Zudem sind im zum Beispiel wegen des seinerzeit gewählten Kartenformat Zeitreihen nicht mehr lesbar, wenn zuviele Flächen (Zeitreihen) übereinander dargestellt werden. Die Weiterentwicklung der Idee wird im Zukunftsagendaprojekt "Räumliches Leitbild" vorangetrieben. 

Im Folgenden zeigen wir Ihnen weiterhin Beispielseiten aus der Raumstrukturkarte der Metropolregion Hamburg

Kontakt

Swen Wacker

Siedlungsentwicklung

Geschäftsstelle der Metropolregion Hamburg
Alter Steinweg 4
20459 Hamburg
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