Maritime Wirtschaft im Fokus der Region

Hamburg möchte mit diesem anwendungsorientierten wissenschaftlichen Institut die Schwerpunkte der regionalen Wirtschaft in der Metropolregion fördern. Gleichzeitig unternehmen die norddeuschen Bundesländer Anstrengungen zur Bündelung der Kräfte für die Maritime Wirtschaft.

Maritime Wirtschaft im Fokus der Region

Hamburg ist Fraunhofer-Standort für Maritime Logistik
Mit dem Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen (CML) werden Hamburgs Wissens- und Forschungsinfrastruktur sowie die Wirtschaft nachhaltig gestärkt. Von der für Fraunhofer typischen praxisorientierten und angewandten Forschung profitieren insbesondere die Transport-, Logistik- und Hafenwirtschaft sowie damit verbundene Dienstleistungsunternehmen.  Mit dem CML ist die Fraunhofer-Gesellschaft mit Einrichtungen in allen 16 Bundesländern vertreten. 

Mit seinen Forschungsschwerpunkten Seehafenplanung und Flottenmanagement, maritime Prognosen und Technologien sowie Prozessgestaltung und -steuerung spricht das CML ein breites Spektrum von Kunden wie Terminalbetreiber, Reedereien, Logistikdienstleister, Verbände, Werften, Banken, Schiffsfinanzierer, Verlader und Hafenverwaltung an.

Grundstock des neuen CML ist die Professur von Herrn Prof. Dr.-Ing Jahn für Maritime Logistik an der der Technischen Universität Hamburg Harburg (TUHH). Innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft ist das CML zunächst an das renommierte Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund angebunden, auf dessen Erfahrungen im Forschungs- und Beratungsumfeld das CML zurückgreifen kann. 

vergrößern Frachtcontainer im Hamburger Hafen Frachtcontainer im Hamburger Hafen (Bild: hmg) Damit ist in der Region ein Institut der Spitzenforschung in einem Kernbereich der norddeutschen Wirtschafsstruktur ansässig. Denn mit seiner anwendungsorientierten Forschung leisten die Fraunhofereinrichtungen einen wichtigen Beitrag für die Unternehmen der Maritimen Wirtschaft, der Logistik und des Hafenmanagements. Die Gründung der Forschungseinrichtung flankierte damit die Bemühungen um Stärkung der Hafenstandorte in der Metropolregion. Eine Kooperationsvereinbarung der Häfen an der Unterelbe ist 2009 geschlossen worden. Darin bekundeten konkurrierende Standorte erstmals ihren Willen zur Zusammenarbeit. Diese soll von einem regelmäßigen Informationsaustausch über eine Zusammenarbeit im kaufmännischen und operativen Geschäft, gegenseitige Unterstützung bei Planungsfragen, gemeinsame Nutzung von Infrastruktureinrichtungen bis zu gebündelten Marketingmaßnamen reichen.

Die Bundesländer und Industrie- und Handelskammern der Metropolregion beschäftigen sich ebenfalls intensiv mit dem Thema. Ergänzend zum Kooperationsabkommen der Unterelbe-Häfen haben die Handelskammer Hamburg, die IHK Schleswig-Holstein und die IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum ein umfassendes Konzept für die wirtschaftliche Entwicklung vorgelegt. Über den notwendigen Ausbau der Verkehrs- und Energieinfrastruktur hinaus wird dort die weitere Entwicklung von Gewerbeflächen auch gerade für das Verarbeitende Gewerbe mit hohem Exportanteil vorgeschlagen. Die von den Bundesländern in Auftrag gegebenen Gutachten zur Maritimen Wirtschaft erkennen allesamt die Bedeutung des Wirtschaftszweigs für den norddeutschen Raum und die hohe Konzentration und Verflechtung der Unternehmen entlang der Produktionskette, also von den Zulieferern der Werfbetriebe über die Reeder bis zum Logistikunternehmen für den Hinterland-Verkehr.

Die gemeinsamen Bemühungen der Küstenländer zeigen sich auch in einem gemeinsamen Clustermanagement "MCN - Maritimes Cluster Norddeutschland e. V." für die maritime Wirtschaft, das von den Bundesländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein getragen wird. Das zentrale Clustermanagement hat seinen Sitz in Hamburg. Weitere Geschäftsstellen befinden sich in Bremen, Elsfleth an der Weser, Kiel und Rostock.

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