Industriekultur - Kraftwerke Wasserkraftwerk Zülow

Seit 1924 nutzt das Wasserkraftwerk Zülow das Flusswasser der Mildenitz für die Stromproduktion. Dafür wird es auf 5,8 Kilometern über einen Kanal umgeleitet.

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Die Weichseleiszeit sorgte im Raum Sternberg in Mecklenburg für ein hügeliges Endmoränengebiet. Zwischen Rothener See und Trenntsee hat das Flüsschen Mildenitz deshalb ein Gefälle von 22,5 Metern, welches das Wasserkraftwerk Zülow für die Stromerzeugung nutzt. Dafür wird unterhalb des Rothener Sees ein großer Teil des Flusswassers über einen 3,6 Kilometer langen Kanal zum Kraftwerk geleitet – und von dort über einen 2,2 Kilometer langen Kanal zum Trenntsee, der Teil der Mildenitz ist. Im Kraftwerk werden üblicherweise etwa 2 bis 2,5 Millionen Kilowattstunden Strom jährlich erzeugt.

Die Philipp Holzmann AG hatte den Komplex von 1922 bis 1924 für die Mecklenburgisch-Schwerinschen Landes-Elektrizitätswerke gebaut. Man wollte damit auch das immer wieder auftretende Hochwasser der Mildenitz in den Griff bekommen. 1945 demontierten Soldaten der Roten Armee die Anlage. 1954 wurden zwei Turbinensätze der VEB Turbowerke Meißen neu eingebaut; die Generatoren wurden 2005 durch neue Aggregate ersetzt. Im Jahr zuvor hatten drei Privatleute das Kraftwerk vom Regionalversorger Wemag gekauft. Längst wird es mit moderner Elektronik automatisch gesteuert.

Ort: Am Kraftwerk 32 (Zufahrt über „Am Kanal“, Schildern folgen), 19406 Zülow

Kontakt:
Wasserkraft Zülow GbR
Am Kraftwerk 32
19406 Zülow

Kurzprofil:
Typ: Wasserkraftwerk mit zwei Francisturbinen
Baujahr: 1922–24 von der Philipp Holzmann AG
Leistung: zwei Maschinensätze mit je 550 Kilowatt

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