Fahrzeug- & Maschinenbau Maschinenbaustandort Metropolregion Hamburg

Maschinenbaustandort Metropolregion Hamburg

Ganzen Artikel auf einer Seite zeigen

Stark: Maschinenbau in der Metropolregion

Der Maschinenbau ist bundesweit eine überdurchschnittlich exportorientierte  Branche, so auch in der Metropolregion Hamburg. Etwa 34.000 Beschäftigte der Region arbeiten in diesem Bereich.

Kleine und mittelständische Firmen prägen die Branche in der Region, aber auch große Unternehmen wie die Körber-Gruppe oder die Jungheinrich AG haben hier ihren Sitz. Die ansässigen Unternehmen sind als Zulieferer und Abnehmer mit vielen anderen Branchen eng verbunden. Dies führt dazu, dass die Maschinenbaubetriebe in der Metropolregion Hamburg hoch spezialisierte Produkte für die verarbeitende Industrie anbieten. Nicht selten sind die Betriebe Weltmarktführer in ihren Produktnischen oder belegen zumindest vordere Plätze, wie etwa bei Produktionsanlagen für die Tabakindustrie, der Herstellung spezieller Oberflächen oder der Fertigung von Lasersystemen.

Die zukünftigen Fachkräfte für die Branche werden an den zahlreichen Bildungseinrichtungen in der Metropolregion ausgebildet. Gleich sieben Hochschulen bieten relevante Studiengänge an und arbeiten eng mit hochkarätigen Forschungseinrichtungen und den Unternehmen zusammen.

Ideen für jedes Produkt aus der Metropolregion Hamburg

vergrößern Maschinenmontage Maschinenmontage (Bild: Hauni Maschinenbau AG) Die Schwerpunkte der Maschinenbauindustrie in der Metropolregion Hamburg sind vielfältig. Im Bereich Verpackungsmittel arbeiten z. B. die Firmen Tetra Pak Processing GmbH, die Maschinen für ihr weltbekanntes Verpackungsmaterial herstellt, oder die Firma Affeldt Verpackungsmaschinen GmbH, die sich auf Verpackungsanlagen im Food- bzw. Nonfoodsektor sowie für Druckerzeugnisse spezialisiert hat.

Auch in der Automatisierungs- und Steuerungstechnik finden sich viele erfolgreiche Unternehmen in der Metropolregion Hamburg. Alfa Laval Mid Europe GmbH ist heute im Bereich der Flüssigkeitstrennung und Wärmetauschern führend. Rotring Engineering AG fertigt große Brenngas- bzw. Brennölanlagen. Die Firma National Rejectors, Inc. GmbH (NRI) produziert Geldwechsler und Kartensysteme für den Weltmarkt. Die W.v.d. Heyde GmbH ist Weltmarktführer bei Maschinen zur Dichtigkeitsprüfung von Aluminiumfelgen. Die Nordson Engineering GmbH ist Marktführer bei Präzisionsanlagen zum Auftragen von Klebstoffen, Dichtstoffen und Beschichtungen. Das Hauptgeschäftsfeld der Sieb & Meyer AG ist hingegen die Herstellung von Steuerungsanlagen für die Bearbeitung von Leiterplatten.

In Ludwigslust entwickelt, produziert und verkauft die Alstom GmbH Hochspannungs-Spezialtransformatoren zur hochpräzisen Reduzierung von sehr großen Strömen bis über 4.000 Ampere und höchsten Spannung bis 800.000 Volt auf messbare Werte von z.B. 1 A bzw. 100 V.

Die Firmen Jungheinrich AG, Still GmbH und E & K Automation Eilers & Kirf GmbH bieten Lösungen für die Logistikbranche vom „einfachen“ Gabelstapler über die komplette Lagereinrichtung bis hin zu fahrerlosen Transportsystemen. Auch die zahlreichen Zulieferer und Hersteller von Fahrzeugen und Windkraftanlagen in der Region haben spezielle Kompetenzen im Maschinenbau.

Während die Firma Fette neben den Anlagen zur Metallverarbeitung auch Tablettenpressen fertigt, ist die Impreglon AG als Dienstleister der Industrie auf die Entwicklung hochwertiger Oberflächenbeschichtungen spezialisiert.

In der Lasertechnik ist die Metropolregion ebenfalls ein wichtiger Standort. Firmen wie die ROFIN-SINAR Laser GmbH, die LAP GmbH Laser Applikationen, die eurolaser GmbH, die LaserTeam GmbH sowie die NUTECH GmbH, mit ihren drei Geschäftsbereichen NUTECH Lasertechnik, NUTECH Analytik & Prüfzentrum und NUTECH Lasersystemtechnik, erstellen maßgeschneiderte Lösungen für Industrie und Medizin. 

Die Firma Hauni Maschinenbau AG aus der Körber-Gruppe ist weltweit führender Spezialmaschinenhersteller für die Tabakindustrie. Die Harburg-Freudenberger Maschinenbau GmbH ist ein Traditionsunternehmen für die Herstellung von Maschinen zur Speiseölerzeugung. Die Firma GEA Tuchenhagen GmbH hat sich auf Komponenten für hygienisch sensible Maschinen der Pharma- und Nahrungsmittelindustrie spezialisiert. Hochwertige Präzisionsdichtungen werden vom Pinneberger Unternehmen Otto C. Gehrckens GmbH & Co. KG produziert. Die Firma Autoliv ist weltweiter Führer bei Automobilsicherheitssystemen.

Das Unternehmen mts Perforator GmbH produziert Tunnelvortriebssysteme, welche sich über das Internet millimetergenau steuern lassen. Die Sauer-Danfoss GmbH & Co. OHG ist einer der weltweit größten Hersteller und Anbieter von Mobil- und Elektrohydraulik. Das Unternehmen GISMA Steckverbinder GmbH hat sich hingegen auf Unterwassersteckverbindungen spezialisiert, welche in Tiefen bis zu 8.000 m eingesetzt werden können.

Einige hoch spezialisierte Unternehmen sind besonders eng mit den starken Wirtschaftszweigen Logistik, Luftfahrt und Schiffbau verbunden und haben in diesem Bereich ein exzellentes Produktportfolio aufgebaut. Hier sind unter anderen die Firmen Becker Marine Systems GmbH & Co. KG, Horst Witte Gerätebau Barskamp e.K., Claudius Peters Group GmbH, Neuenfelder Maschinenfabrik GmbH, Franke GmbH Ground Support Equipment, Hatecke GmbH, CTS Composite Technologie GmbH und Autoflug GmbH zu nennen.

Der Motor von morgen: Bildung, Forschung & Entwicklung

vergrößern Ausbildung bei Airbus Ausbildung bei Airbus (Bild: Wirtschaftsförderung Hansestadt Stade) Die Branche profitiert von dem vielfältigen Bildungs- und Forschungsangebot in der Metropolregion Hamburg. Die Technische Universität Hamburg-Harburg (TUHH) bietet ein weites Feld an maschinenbauspezifischen Studienrichtungen. Besonderen Wert legt man dort auf die Bereiche Rapid Prototyping und Rapid Manufacturing. Wegweisend ist auch das Know-how im Bereich der Verfahrens- und Umwelttechnik sowie des Luftfahrtorientierten Maschinenbaus. Die angeschlossene Laser Zentrum Nord GmbH führt in direkter Zusammenarbeit mit Unternehmen Mitarbeiterschulungen vor Ort durch, um die neusten Entwicklungen aus der Forschung schnell in die Produktion übernehmen zu können.

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) bildet in jeweils drei Bachelor- und Masterstudiengängen hochqualifizierte Fachkräfte aus. Mit dem Institut für Werkstoffkunde und Schweißtechnik besteht eine anwendungsorientierte Forschungseinrichtung für die Industrie, die beispielsweise auch durch eine Stiftungsprofessur der Daimler AG verstärkt wurde. Weitere Forschungsfelder sind optische Sensorik, Brennstoffzellen und rationelle Energieverwendung.

Die enge Zusammenarbeit der Universität Hamburg mit den Forschungseinrichtungen DESY in Hamburg-Bahrenfeld und dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht ermöglicht den Studierenden eine frühe und praxisorientierte Ausbildung. Besonderes Know-how hat die Universität vor allem im Bereich der Werkstoffforschung und nano-basierten Technologien aufgebaut.

Die Leuphana Universität Lüneburg hat vor allem im Bereich der Produktions- und Automatisierungstechnologien einen fachlichen Schwerpunkt gesetzt. Mit dem Institut für Produkt- und Prozessinnovationen (PPI) ist eine integrative Plattform für die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ingenieurwissenschaftlern mit Informatikern, Natur- und Wirtschaftswissenschaftlern entstanden. Hier wird zum Beispiel an neuen Entwicklungen zur nachhaltigen Energiegewinnung oder umweltfreundlichen Produkten gearbeitet. Aber auch Themen wie Produkt-Lifecycle-Management bzw. Produktlebenszyklusmanagement (PLM) werden im Verbund mit Industriepartnern bearbeitet.

Die Nordakademie in Elmshorn bietet dem Nachwuchs breite Qualifizierungsmöglichkeiten im Bereich der Produktions- und Verfahrenstechnik unter besonderer Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Aspekte.

Die 2006 in Stade aufgebaute Private Hochschule Göttingen hat Ihren Schwerpunkt im Bereich der CFK-Entwicklung und Bearbeitung.

Wirtschaftförderung Maschinenbau

vergrößern Beratungsgespräch (Bild: MRH) Die Netzwerkarbeit für die Maschinenbaubetriebe in der Region wird durch die regionalen und überregionalen Wirtschaftsförderinstitutionen wie z.B. die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) und HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH, durch die Süderelbe AG und die Industrie- und Handelskammern betreut. Unternehmen, die sich in der Metropolregion Hamburg neu ansiedeln wollen, unterstützen die regionalen Wirtschaftsförderer mit einem umfassenden professionellen Service.

Ein wichtiger Begleiter des Maschinenbaus in der Region ist der Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) Nord. Das Hamburger Büro ermöglicht und fördert den Austausch der Unternehmen untereinander und leistet eine fachgerechte Interessenvertretung gegenüber der Politik und den Bildungseinrichtungen. Darüber hinaus werden wichtige Informationen über den VDMA verbreitet, seien es Daten und Statistiken, Förderinformationen, Exportmöglichkeiten oder Antworten im Personalmanagement.

Nächste Seite
  • Seite: 1
  • Seite: 2
  • Seite: 3
  • Seite: 4
  • Seite: 5

  • Ganzen Artikel auf einer Seite anzeigen