Medien & IT Das kreative Mekka der Medien- und Infomationswirtschaft

Medien Informationswirtschaft Metropolregion Hamburg

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Die Branche

Zündende Ideen
Wie kaum andere Branchen orientiert sich die Medien- & Informationswirtschaft an urbanen Standortvorteilen und funktionierenden Informationsnetzen. In der Metropolregion Hamburg trifft sie auf beste Bedingungen und das entsprechende Milieu für neue Innovationen und zündende Ideen.

110.000 Menschen aus rund 23.000 Unternehmen sind in Hamburg in der Medien-, IT- und Telekommunikations-Branche beschäftigt. Damit zählt die Hansestadt zu den führenden MITT-Metropolen in Europa. Neben den traditionellen Verlagen und Rundfunkanstalten am Standort hat sich ein neuer Schwerpunkt auf dem Gebiet der Unterhaltungssoftware gebildet, daher wird Hamburg in Fachkreisen auch „Gamecity“ genannt.

Auch die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet des digitalen Bewegtbildes hat die Region aufgegriffen und fördert unter dem Cluster „New TV“ Trends und Marktprozesse im Bereich IPTV, Web TV, Video-on-demand und Handy-TV.

Schwerpunkte
Von der Metropolregion Hamburg in die Welt

vergrößern Tontechniker am Mischpult Tontechniker am Mischpult (Bild: Hamburg@work Jürgen Müller) Die Metropolregion ist traditionsreicher Verlagsstandort, kreative Werbemetropole, Gamecity, Filmhochburg und Zentrum hochwertiger Fernsehinformation und -unterhaltung – kurz: einer der wichtigsten europäischen Medienstandorte. Über 63.000 Menschen arbeiten hier in 14.000 Betrieben aus Werbung, PR, Verlag, Druck, Rundfunk sowie Musik-, Film- und Fernsehwirtschaft. Fast 50 Prozent der Marktanteile der deutschen Publikumspresse werden von den Großverlagen Axel Springer, Gruner + Jahr und Heinrich Bauer gehalten. Die Metropole bietet Medienunternehmen eine einmalige Kombination von Standortvorteilen: eine Medienlandschaft, in der alle Branchen mit einer Vielzahl von Unternehmen vertreten sind, was für die zunehmende Konvergenz der Medien von großer Bedeutung ist, eine große Anzahl kompetenter Dienstleister sowie gut ausgebildete und erfahrene Fachkräfte – ein kreatives und innovatives Umfeld.

Die IT-Branche
Insgesamt stellt die IT-Branche ca. 9.500 Unternehmen mit rund 46.000 Beschäftigten, was über fünf Prozent aller Unternehmen in der Hansestadt entspricht. Hierzu zählen die Hersteller von Geräten und Bauteilen ebenso wie Anbieter von Datenverarbeitungsdiensten, Softwareberatung, Hardwareberatung oder Multimedia- und Telekommunikationsunternehmen.

Die anteilsmäßig größten Zuwächse der vergangenen Jahre verzeichnet dabei die Multimediabranche. Zu den bekanntesten und größten Internetdienstleistern der Metropolregion Hamburg gehören die SinnerSchrader AG, die Fittkau & Maaß Consulting GmbH sowie die Nasa 3.0 GmbH.

Ebenso gehören die Online-Vermarkter zur Multimedia-Branche. Die Bauer Media KG, Stroer Interactive und Spiegel QC vertreten die Region regelmäßig in den einschlägigen Rankings. Führende Online-Player wie Xing, Qype, Freenet, google, Facebook und Airbnb stehen für eine leistungsstarke Internetszene am Standort, in die laufend neue Start Ups hineinwachsen. Beispiele sind hier myTaxi und Jimdo.

Die Konvergenz von IT und Medien hat in Hamburg entscheidend zum dynamischen Wachstum neuer Branchen beigetragen. Beispiel Games: Die Hansestadt ist heut der führende Games-Standort in Deutschland. Die Zahl der Beschäftigten in Festanstellung ist innerhalb weniger Jahre von 800 auf über 4.000 gestiegen. Das Segment zählt inzwischen über 150 Unternehmen. Viele internatioal erfolgreiche Player der Branche agieren von der Hansestadt aus, darunter Bigpoint, Fishlabs und Innogames.

vergrößern Rechenzentrum bei DESY Rechenzentrum bei DESY (Bild: DESY) Auch einige der größten internationalen Software-Unternehmen sind hier vertreten, darunter Adobe Systems Engineering GmbH, IBM Deutschland GmbH, Lufthansa Systems GmbH, Microsoft Business Solutions, SAP AG, Siemens AG und ihre IT-Tochter Siemens Business Services und Sun Microsystems GmbH. Zu den europaweit bekannten Softwareentwicklern gehören vor allem CoreMedia AG und Gentleware AG.

Zahlreiche Softwarehäuser der Region haben sich spezialisiert und zählen auf ihrem Gebiet zu den renommierten Anbietern. Beispiele dafür sind die Dakosy Datenkommunikationssystem AG in der Logistik, die HanseCom Gesellschaft für Informations- und Kommunikationsdienstleistungen mbH im Nahverkehr, die HS-Hamburger Software GmbH & Co. bei betriebswirtschaftlichen PC-Standardprogrammen, die Steinberg Media Technologies GmbH bei Musiksoftware oder die Werum Software & Systems AG bei Mess- und Produktionssoftware. Neue Geschäftsmodelle und -prozesse lassen die zahlreichen renommierten Softwarehäuser mit Sitz in der Metropolregion Hamburg optimistisch in die Zukunft blicken.

Die Electric Paper Gesellschaft für Softwarelösungen mbH in Lüneburg bietet unter anderem digitale Dokumentenverarbeitung an, während sich die Securepoint GmbH auf IT-Zugangs- und Netzwerksicherheitslösungen spezialsiert hat.

Bildung, Forschung & Entwicklung
Wissen schafft!

vergrößern Theorieunterricht in der Medienausbildung Theorieunterricht in der Medienausbildung (Bild: Hamburg@work Jürgen Müller) Auch auf dem Gebiet der Wissenschaft und Forschung im Medien- und IT-Bereich hat die Metropolregion Hamburg eine Vorreiterrolle. Neben der Universität Hamburg, der Technischen Universität Hamburg-Harburg, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), der Fachhochschule Wedel und der von der Hamburger Wirtschaft getragenen Hamburg School of Business Administration (HSBA) bieten private Bildungseinrichtungen wie die Macromedia GmbH, die Hamburg Media School und die Funk&TV Akademie vielfältige Möglichkeiten für den Nachwuchs.

Der Wissenschaftsstandort reagiert dabei fortlaufend auf die Dynamik im Medien- und IT-Bereich. So wird seit 2010 an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg der deutschlandweit erste Masterstudiengang "Zeitabhängige Medien - Sound-Vision/Games" für die dynamische Games-Branche angeboten. Den konsekutiven Studiengang "E-Commerce" mit einem Mix aus Wirtschaft, Medien und Informatik bietet die Fachhochschule Wedel seit dem Wintersemester 2011/2012 an - ebenfalls bundesweit einzigartig. Forschend begleitet das Hans-Bredow-Institut der Universität Hamburg den Wandel im Medienbereich.

Der Innovations-Inkubator der Leuphana Universität Lüneburg und des Landes Niedersachsen forscht zum Thema Digitale Medien unter anderem in den Projekten "Moving Image Lab", "Grundversorgung 2.0" und "Search Engine Marketing Account Aggregation - Suchmaschinenwerbung".
Wie beeinflussen Facebook oder YouTube die Produktion und Zirkulation von Bewegtbildern? Das Projekt "Moving Image Lab" widmet sich neuen Bewegtbild-Formaten und erkundet den Wandel von Partizipations- und Organisationsprozessen in den neuen Medien.
Das Projekt "Grundversorgung 2.0" untersucht seit Mai 2012, wie sich die Grundversorgung an Information, Bildung und Unterhaltung im digitalen Zeitalter wandelt. Die Ausgangshypothese ist, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk seinen in der Verfassung verankerten Auftrag nach einer medialen Grundversorgung nicht mehr nachkommen kann.
Das Projekt "Search Engine Marketing Account Aggregation" untersucht Suchmaschinenwerbung für Unternehmen. Dabei zielen die Forscher besonders darauf ab, wissenschaftlich relevante und praktisch umsetzbare Lösungsbeiträge für kleine und mittlere Unternehmen in der Region zu entwickeln.

Wirtschaftsförderung, Netzwerke
Metropolregion at work

vergrößern Beratungsgespräch (Bild: MRH) Neben der vielfältigen Produkt- und Leistungspalette charakterisiert den IT-Standort ein besonders breit gefächertes Branchennetzwerk, das bundesweit Beachtung findet. Hamburg@work ist die Hamburger Initiative für Medien, IT und Telekommunikation. Ihr nördliches Äquivalent ist das Clustermanagement Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein – DiWiSH. Im Süden haben sich niedersächsische Regionen zu "IKN 2020 - Das digitale Niedersachsen" zusammengeschlossen. Die Einrichtungen initiieren Pilotprojekte, sind Informationsplattform, organisieren Veranstaltungen und bieten zahlreiche Fachgruppen und Projektteams zu branchenrelevanten Themen an. Darüber hinaus unterstützen Hamburg@work und DiWiSH Kooperationen und Projekte zwischen verschiedenen Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung in der Metropolregion, wie beispielsweise die Hamburger IT-Strategietage. Hamburg@work und DiWiSH pflegen einen freundschaftlichen Kontakt und arbeiten eng zusammen, um Synergieeffekte für die IT- und Medienwirtschaft im ganzen Norden zu schaffen.

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