Leitprojekt "Bewusstseinswandel im Flächenverbrauch"

Ziel des Leitprojekts ist es Gemeinden, Politiker, Alteigentümer, Makler, Baufinanzierer, Architekten, Planer und die Bauherren in der Region für einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource „Fläche“ zu sensibilisieren sowie Lösungsmöglichkeiten für Flächensparen im Wohnungsbau aufzuzeigen.

Leitprojekt Bewusstseinswandel im Flächenverbrauch Refina Metropolregion Hamburg

Bei der Suche nach Lösungen wurde besonderer Wert darauf gelegt, nicht nur mit harten Fakten sondern mit guten Beispielen zu überzeugen.

Das Thema Flächenverbrauch war zu Beginn der Arbeit nicht völlig neu. Es gab bereits Beispiele, die zeigten, wie auch auf kleiner Fläche attraktives Wohnen funktioniert und dass diese Wohnformen beliebt sind und gleichzeitig Verbrauchskosten sparen.

Aus den Erfahrungen mit diesen Beispielen zog die Arbeitsgruppe Rückschlüsse und entwickelte Kriterien, die deutlich machen, wodurch sich flächensparendes Wohnen auszeichnet und welche Qualitätsstandards nötig sind.

Die Ergebnisse dieser ersten Arbeitsphase wurden auf mehreren Zukunftswerkstätten in Lauenburg, Seevetal und Hamburg präsentiert und sind in der Broschüre „ALLES VERBAUT – UND WAS DANN – Flächensparendes Bauen als Zukunftsaufgabe“  zusammengefasst.

 Der Metropolregion Hamburg ist es gelungen, für drei Projekte Fördermittel aus dem Forschungsprogramm „Reduzierung des Flächenverbrauchs (REFINA)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu erhalten. Die Ergebnisse der REFINA-Projekte der Region liefern nun konkrete Instrumente und Strategien, die über die Internetplattform www.mittendrin-ist-in.de/ zur Verfügung gestellt werden. vergrößern Titelbild zum Film: Wissenswertes aus Bad Neubau Titelbild zum Film: Wissenswertes aus Bad Neubau (Bild: MRH) Dazu gehören Medien wie der Kurzfilm „Wissenswertes aus Bad Neubau“, Power-Point-Präsentationen und Workshopunterlagen, die zahlreiche gute Beispiele präsentieren und die Strategie des flächensparenden Bauen den Bürgern näher bringen sollen.

Ab Herbst 2008 steht auch der Internet-Kostenrechner zur Verfügung, mit dem bisher nicht verfügbare Informationen bereitgestellt werden. Mit dem Kostenrechner erhalten vor allem Kommunalverwaltungen und Kommunalpolitik die Möglichkeit, die Folgekosten neuer Baugebiete konkreter abschätzen zu können. Neben dem reinen Rechenmodell wird zum Beispiel der Zusammenhang von Flächeninanspruchnahme und Infrastrukturfolgekosten in kurzen Erläuterungstexten erklärt.