Biotopverbund - StadtNatur verbindet! Langer Tag der Stadtnatur 2019

Kooperation der Metropolregion Hamburg mit der Loki Schmidt Stiftung

Langer Tag der Stadtnatur 2019

220 Naturerlebnisse in der Metropolregion Hamburg

Auch 2019 lud die Loki Schmidt Stiftung zusammen mit den Partnern CeNak (Centrum für Naturkunde der Universität Hamburg), GEO-Tag der Natur e.V. und der Metropolregion Hamburg sowie vielen weiteren Veranstaltern in die vielen grünen Ecken und Nischen Hamburgs und des Umlandes ein. Am 15. und 16. Juni konnte man auf über 220 Veranstaltungen die Natur der eigenen Heimatstadt oder Region erkunden und so vielleicht ganz neu kennenlernen — ob beim Imkern für Kinder in Bramfeld, auf den Gründächern der HafenCity oder einer Märchen-Barkassenfahrt. Spazierengehen auf einer plattdeutschen Wanderung entlang der Elbe gehörte ebenso zum Programm wie eine Kräuter- und Liebespflanzenführung auf der Reeperbahn. Auch die Auswirkungen des Hamburger Autobahndeckels auf die Stadtnatur wurden in Augenschein genommen. Nach wir vor eines der schnell ausgebuchten Highlights: die traditionellen Schiffstouren zur sonst ganzjährig gesperrten Insel Neßsand.

Der Themenschwerpunkt lautete dieses Mal „Biotopverbund – Stadtnatur verbindet“. Denn nichts existiert für sich allein — kein Biotop endet an einer Länder- oder Stadtteilgrenze. Verbindungsachsen über Äcker, Siedlungen und Straßen hinweg sind notwendig, um Tieren und Pflanzen ein Überleben zu sichern. Hiervon profitiert auch die Lebensqualität in Hamburg und der Metropolregion. Gäbe es all die grünen Stadt-Oasen oder Naturschutzgebiete nicht, würde auch vielen Menschen die Erholung und Bewegung in der Natur genommen. So konnten Besucherinnen und Besucher beim Langen Tag beispielsweise auf den Spuren von Fischotter, Hirsch und Wildschwein wandeln, über die große Bedeutung von Knicks für die Vernetzung von Biotopen erfahren oder die Fischaufstiegsanlage in Geesthacht besuchen.

Im Vorfeld des eigentlichen Langen Tages führten zwei Sonder-Exkursionen Interessierte zu weiter entfernten Zielen in der Metropolregion, wo das Thema Biotopverbund besonders anschaulich wird.

Unter dem Motto Reisefreiheit für Rothirsch & Co! ging es am 24. Mai zur Grünbrücke nach Bad Bramstedt. Hier finden sich Moore, Heiden und Magerrasen, aber auch Gewässer und Grünland, wie sie in dieser Vielfalt und Qualität sonst kaum in Schleswig-Holstein vorkommen. Mit dem Ausbau der A7 gibt es nun eine Grünbrücke für Tiere. Eigentlich für Menschen gesperrt, durfte sie bei dieser Wanderung ausnahmsweise erkundet werden.

Die Exkursion Schaalsee, Boize und Elbe führte am 8. Juni mit dem Bus ins „Grüne Band“, um an der ehemaligen innerdeutschen Grenze Projekte zu erkunden, die für den Biotopverbund relevant sind. Mit dabei waren die Ruheplätze für Zugvögel im UNESCO-Biosphärenreservat am Schaalsee und die Landschaft um die Marschhufendörfer Konau und Popelau im Amt Neuhaus.

Beide Ziele standen auch im Fokus des Leitprojekts Biotopverbund https://metropolregion.hamburg.de/natur-biotopverbund/

Hier geht’s zum www.tagderstadtnaturhamburg.de